Schnelle Entwicklung von Prototypen & Fehleranalyse
- Mit Hilfe des LEB und des FhG IISB gelangen Ihre ASICs schneller auf den
Markt.
- Die Feinfokus Ionenstrahltechnologie (FIB) ermöglicht eine schnelle
Fehleranalyse und Modifikation von Schaltungen.
- Mit FIB können sogar Prototypen von Mikrosystemen entwickelt werden.
Moderne FIB Technologie bietet:
- Lokales Abtragen von Material auf Submikrometerebene.
- Lokale Abscheidung von leitenden und isolierenden Schichten in einem
direktschreibenden Verfahren.
- In situ überwachung durch Erstellung von hochauflösenden
Sekundärelektronenbildern.
Schnelle Überprüfung von Konstruktionsänderungen
- Das neue Bauelement arbeitet nicht einwandfrei und eine schnelle
Korrektur des Design und eine Überprüfung der Funktionsfähigkeit vor Beginn
eines neuen Prozesses sind nötig.
- Unter Verwendung Ihrer Korrekturdaten wird die Schaltung von uns binnen
weniger Stunden modifiziert:
- Metallleiterbahnen werden mit Hilfe von FIB Ionenstrahlätzen
(milling) oder Gas unterstütztem Ätzen durchtrennt.
- Abscheiden neuer Metallleiterstrukturen.
Fehleranalyse in Mehrschichtmetallisierung
- Die elektrischen Tests zeigen eine Fehlfunktion der Leiterbahnen an.
- Mit Hilfe lokaler Querschnittsuntersuchungen und in situ SE
(Sekundärelektronenbildgebung) kann die Ursache der Fehlfunktion genau
bestimmt werden: z.B. Hohlräume, Risse, Partikel, etc.
- Die Herstellung dünner Lamellen mittels FIB ermöglicht TEM (Transmission
Electron Microsccopy) und hochauflösende EDX (Electron Diffraction X-ray
Spectroscopy) Analyse genau definierter Bereiche.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten
- Zugang zu vergrabenen Metallleiterbahnen für elektrische Tests
- Wir stellen zusätzliche Testpads her durch lokales Abtragen der
Passivierung ü,ber den Metallleiterbahnen oder durch Aufbringen neuer
Testpads
- Integration bestehender optionaler Elemente auf den Chip:
Verschiedene bereits integrierte Bauelementeoptionen zur Optimierung der
Schaltung werden durch FIB aktiviert/deaktiviert.
- Feinabstimmung analoger Bauelemente:
Passive Bauelemente werden durch FIB feinabgestimmt.
- Prototypentwicklung von Mikrosystemen:
Mikrobearbeitung von Aktoren, Sensoren und Mikrooptiken, z.B. Herstellung und
Polieren optischer Elemente, Integration von Sensoren, Feinabstimmung von
Federarm (Cantilever) und Spitze.
Spezifikationen
- FEI Doppelstrahlsystem 620
| Ionenstrahl: |
Ionenquelle: |
Gallium LMIS |
|
Energie: |
30 keV |
|
Strom: |
6 pA - 7 nA |
|
Auflösung: |
16 nm |
| Elektronenstrahl: |
Elektronenquelle: |
Feldemitter |
|
Energie: |
1 - 30 keV |
|
Auflösung: |
5 nm |
| Waferbühne: |
|
150 mm |
| Ionenstrahl: |
Ionenquelle: |
Gallium LMIS |
|
Energie: |
30 keV |
|
Strom: |
1 pA - 11.5 nA |
|
Auflösung: |
7 nm |
| Waferbühne: |
|
200 mm |
Hersteller: FEI , Hillsboro, Oregon
Prinzip
Eine Feinfokus-Ionenstrahlanlage (FIB) gleicht in ihrem
Aufbau einem Elektronenmikroskop.
Die zu bearbeitende Probe wird auf einer in mehreren Achsen
verfahrbaren Bühne befestigt, die sich in einer
Hochvakuumkammer befindet. Verbunden mit dieser Kammer ist die
Ionensäule. In dieser werden die Ionen
erzeugt, beschleunigt und fokussiert. Als Ionenquelle (meist
Gallium- oder Indium-Ionen) wird eine
Flüssigmetall - Ionenquelle verwendet. Diese Quelle besteht aus
einer mit Metall benetzten Wolframnadel.
Durch das Anlegen eines elektrischen Feldes werden
die Ionen durch Feldemission aus der
Metalloberfläche extrahiert. Flüssigmetall-Ionenquellen zeichnen
sich durch eine sehr hohe Intensität (ca.
106 A/cm²sr) und durch ein sehr
kleines
Emissionsgebiet (ca. 10 nm) aus. Dieses kleine
Emissionsgebiet bildet die Grundlage für die hohe Fokussierung des
Ionenstrahles durch die in der Ionensäule
integrierte Ionenoptik.
Die Ionenstrahlsäule enthält alle zur
Beschleunigung, Fokussierung und Ablenkung des
Ionenstrahles notwendigen Bauteile. Hier werden die Ionen auf eine
Energie von 30 keV beschleunigt und durch
elektrostatische Linsen auf Strahldurchmesser von minimal 7 nm
fokussiert. Die erreichbaren Ionendichten
liegen in einem Bereich von 3 - 10 A/cm².
Der fokussierte Ionenstrahl wird rechnergesteuert
über die Probenoberfläche gerastert.
Durch die Wechselwirkung der auftreffenden Ionen mit der
Probenoberfläche kommt es zur Emission von
Sekundärelektronen. Ähnlich wie bei einem Rasterelektronenmikroskop
werden die Sekundärelektronen durch
einen Sekundärelektronendetektor registriert und die Intensität des
Signals zur Bildgewinnung verwendet. Auf
diese Weise können ionenstrahlinduzierte Sekundärelektronenbilder
mit hoher Auflösung aufgenommen
werden.
Aufgrund ihrer Masse werden beim Auftreffen der
Ionen auf die Probenoberfläche nicht nur
Sekundärelektronen emittiert, sondern ebenfalls Ionen implantiert,
Defekte generiert und Probenmaterial
abgetragen. Diese Sputtererosion ermöglicht es, mit fokussierten
Ionenstrahlen in einem direktschreibenden
Verfahren lokal Material abzutragen.
Fokussierte Ionenstrahlanlagen sind meistens
zusätzlich mit Gasinjektionsvorrichtungen
ausgerüstet. Diese erlauben die Zuführung von gasförmigen Medien
dicht an die Probenoberfläche.
Auf diese Weise können zum einen durch Ätzgase
(z.B. Iod, Chlor) die Abtrageraten für
bestimmte Materialien erhöht und die Redeposition von abgetragenem
Material verhindert werden. Zum anderen
können durch die Zuführung von metallorganischen Verbindungen
ionenstrahlinduziert leitende Materialien
abgeschieden werden.
Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Mathias Rommel
Tel.: 09131 / 761-108
Fax.: 09131 / 761-360